Simone de Beauvoir

Liebe, Mystik, Religon

Salome-Extrakte

Love Songs For Heimat

Rhetorica

Stabat Mater Dolorosa

Sologesang

Stationen Ensemble NRW

Das Innere des Äußeren

Interpreten: Irene Kurka (Sopran)Karolina Bäter (Blockflöten) Lucia Mense (Blockflöten) • Alexander Puliaev (Cembalo) • Burkart Zeller (Violoncello)

Beschreibung:

Rhetorica
Sprachvertonung in Alter und Neuer Musik

Instrumentale und vokale Werke aus dem Hochbarock mit geistlicher und weltlicher Thematik (Mythos, maßvolle politische Herrschaft des Adels, Erlösung) stehen in diesem Programm neuen Kompositionen gegenüber, die für dieses Projekt entstehen. Die Verbindung zwischen Musik und Sprache spielte, gerade in der Hochblüte des Barock, eine zentrale Rolle. Es gab im 17./18. Jahrhundert musikalische "Figurenlehren", in denen zumeist Theoretiker (wie Burmeister) dokumentierten und mit bildhaften, meist lateinischen Termini beschrieben, mit welchen musikalischen Mitteln Komponisten bestimmte Wortinhalte und Ausdrucksgehalte von Texten darstellten. Zum Beispiel stand eine chromatisch absteigende Linie, die Catabasis oder der passus duriusculus für Schmerz oder Leid. Im berühmten Streit zwischen Scheibe und Johann Sebastian Bach und zur Entstehungszeit von Matthesons Schrift Der vollkommene Capellmeister begann man schon, die traditionelle Figurenlehre, bzw. deren Relevanz als normativer Kanon für das Komponieren, endgültig kritisch zu hinterfragen. Figurenlehren sah man immer mehr als obsolet an; sie gerieten danach in der Musikgeschichte relativ in Vergessenheit. Es stellt sich heute die Frage, ob im traditionellen Repertoire von musikalischen Figuren und Gesten, nicht doch noch ein teilweise unausgeschöpftes Potential für modernes Komponieren bereit liegt. Es galt – und gilt teilweise heute noch – zumindest als "ästhetisch suspekt", wenn man sich als Komponist noch zum nicht eindeutig beweisbaren (aber dennoch vorhandenen) Sprachcharakter von Musik bekennt. Warum ist dies so? Dies wird in der neuen Komponistengeneration allmählich wieder kritisch hinterfragt. Auch in der etablierten Neuen Musik-Szene der Avantgarde rückt diese Frage in einen selbstkritisch motivierten Fokus. Dies zeigt z.B. die Auseinandersetzung des jungen Komponisten Arnulf Hermann mit der musikalisch-rhetorischen Figur der Exclamatio in seinem neuen Werk Ausruff bei den Donaueschinger Musiktagen 2007. Manfred Stahnke und Erik Janson, die in diesem Programm den alten Werken gegenüber stehen, suchen – die genannten kritischen Fragen und Potentiale im Blick - nach eigenen Wegen des heutigen musikalischen Umgangs mit Sprache und übertragen teilweise die gewählten Thematiken des Barocks kritisch auf die heutige Zeit.

Programm:

Phyllis und Thirsis
Carl Philip Emanuel Bach (1714-1788)

Antlitz "aus tiefer Not" (2008/2009)
Manfred Stahnke (*1951)

Triosonate in F-Dur
Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Eile mich, Gott, zu erretten
Heinrich Schütz (1585-1672)

Können Schafe sicher weiden? (2009)
Erik Janson (*1967)

Schafe können sicher weiden BWV 208
Johann Sebastian Bach (1685-1750)


 

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