Simone de Beauvoir

Liebe, Mystik, Religon

Salome-Extrakte

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Rhetorica

Stabat Mater Dolorosa

Sologesang

Stationen Ensemble NRW

 

Interpreten: Irene Kurka (Sopran, Konzept)Christina C. Messner (Komposition, Konzept) • Suna Göncu (Choreographie, Regie, Konzept)

Beschreibung:

Salome-Extrakte

Kaum einer, dem sie nicht schon einmal wenigstens flüchtig begegnet ist, dieses „Teufelsmädchen“ Salomé. Sei es in Oscar Wildes Theaterstück oder dessen meisterlicher Vertonung von Richard Strauss, sei es in weiteren Erzählungen und Legenden. Dennoch bleibt diese Figur, sobald man ein bisschen beginnt nachzudenken, im Dunkeln. Sie hat so unterschiedliche Erscheinungsbilder und Namen, dass immer Fragen offen bleiben.

Was ist die Essenz?

Genau aus diesem Grund halten die Künstlerinnen Irene Kurka (Sopran), Christina C. Messner (Komposition) und Suna Göncu (Inszenierung) Salomé für ein immer noch zu entdeckendes und noch nicht vollkommen erforschtes Thema. Diese junge Frau hat nichts von ihrer Faszination verloren, sie ist universell und zeitlos, vielleicht weil ihre größte Kunst die des Verbergens war. Die Künstlerinnen möchten sich diesem Verborgenen nähern. Behutsam tastend, Geheimnisse bewahrend, aber Grenzen überschreitend und unbedingt kraftvoll.

In dem ca. 50minütigen Gesang-Solo, gesungen und dargestellt von Irene Kurka, werden psychologische und symbolische Facetten der Figur thematisiert. Textfragmente aus unterschiedlichen Quellen bilden die Grundlage für die Komposition von Christina C. Messner, welche von Suna Göncu um eine darstellerische, performerische und bühneninszenierte Dimension erweitert wird. Durch die enge Zusammenarbeit von Messner und Göncu schon bei der Entwicklung der Musik und der Inszenierung entsteht hier eine ganz besondere Form, eine von Bewegung durchdrungene Musik mit im wahrsten Sinne des Wortes „bewegten“ Melodien. In sehr reduziertem Maße kommen klingende Gegenstände und Bühnenrequisiten zum Einsatz. Sie runden das Bild ab, ergänzen und kontrapunktieren den Gesang.

Am Anfang stand eine Lücke in der Geschichte um Johannes Tod. Eine undefinierte Persönlichkeit, eine Tänzerin, ein Wesen noch rein und mondweiss wie ein unbeschriebenes Blatt Papier. Sie lädt geradezu ein, diese weisse Fläche mit Farbe zu füllen, mit Projektionen und Interpretationen. Sie bietet etwas von unschätzbarem Wert für unzählige Männer, Frauen, Kirchenväter, Künstler: Eine Projektionsfläche, ein Spiegel für die eigenen Geheimnisse und Abgründe. Jeder darf in ihr sehen, was in Ihm verborgen liegt: Der Vater die begehrenswerte erblühende Frau, die Mutter Ihr Werkzeug, der Kirchenmann seine femme fatal und seinen Teufel, der Künstler die Ikone der l’art pour l’art, die Frauenbewegung die Verkörperung neuer Optionen der Geschlechteridentität. Doch genau in ihrer vordergründigen Nicht-Stärke liegt Ihre Macht: Mit Ihren sieben Schleiern hütet Sie das Unaussprechliche, das Innerste, das, was einen nicht loslässt.

Sie vereint in Ihrer schillernden Figur die grössten Gegensätze. Sie ist ambivalent, nicht fassbar, schillert mal zum unschuldigen Mädchen mal zur unerträglichen Mörderin. Sie ist unmoralisch in jeglichem Sinne, sie übertritt mit atemberaubender Leichtigkeit Grenzen und birgt somit explosiven Sprengstoff, verkrustete Muster einzureissen und auszubrechen aus engen und gefühlskalten Strukturen.

Drei Künstlerinnen werden sich dieser schillernden Figur annähern. Aus verschiedenen Richtungen. In einem vierzigminütigen Werk für Stimme Solo und Bewegung werden sie verschiedene psychologische Fazetten von Salome zeigen. Durch eine Kollage aus verschiedenen Texten ergründen sie den Menschen Salome. Behutsam tastend, Geheimnisse bewahrend, aber Grenzen

 

überschreitend und unbedingt kraftvoll.

 

Erfolgreiche Uraufführung der Salome-Extrakte am 3.März um 20 Uhr im Hentrichsaal der Tonhalle Düsseldorf - weitere Aufführungen am 16.März in Wuppertal und am 22.April in Köln

 

erste Rezension: nmz-online

 

Trailer von der Generalprobe in der Tonhalle

Trailer der Uraufführung

 

Uraufführung Salome-Extrakte von Christina C. Messner Salome-Extrakte von Christina C. Messner Inszeniertes Solo für eine Sängerin

Sopran: Irene Kurka

Komposition: Christina C. Messner

Inszenierung: Suna Göncü

Kostum:Stefanie Reichenberger

gefördert von der Kunststiftung NRW und der Dr. Karl Emil und Lilli Brügmann Stiftung

 

 

 

 

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